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Susanne Osthoff

 
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BSM84
Brauereichef
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Anmeldungsdatum: 14.04.2005
Beiträge: 4083
Wohnort: Ludwigshafen am Rhein

BeitragVerfasst am: 05.01.2006 01:16    Titel: Susanne Osthoff Antworten mit Zitat

Wie denkt ihr über Susanne Osthoff ? Ich halte sie für eine verückte Rabenmutter. Aber hier erstmal das Interview:

Zitat:
Susanne Osthoff kontaktierte die RTL-Korrespondentin Antonia Rados und führte mit ihr ein mehrstündiges Gespräch zu Tätern und Hintergründen ihres Kidnappings.

Susanne Osthoff zu ihrer aktuellen Situation:

„Ich bin ein Opfer dieses Verbrechens. Natürlich habe ich Todesängste und natürlich geht das nicht weg. In der Zwischenzeit bin ich in vier verschiedenen Ländern gewesen. Seit ich Bagdad verlassen habe, wechsle ich ständig den Standort. Ich kann nachts immer noch nicht schlafen, kann wenig essen. Man hat Angst, geht nicht raus, wenn es nicht unbedingt sein muss. Es kommt eine Angst vor jedem Menschen. Wenn ich mit dem Taxi fahren muss, habe ich Angst. Ich schau dann nach hinten und erinnere mich, wie ich gefasst wurde. "


Osthoff zur Entführung:

„Das Schlimmste war der Freiheitsentzug. Es ging derartig schnell, dass man in dem Moment nichts mehr merkt. Wir wurden von einem Wagen abgedrängt. Ich war schon öfter in kritischen Situationen, denn ich bin immer ungeschützt. Das war mir auch klar. Das Schlimmste ist das Gefühl nichts zu wissen, das Warten auf den Tod. Wenn Sie dann teilweise gefesselt sind und wenn sie in einem Kofferraum transportiert werden und keine Luft mehr kriegen und nicht wissen, wohin die Fahrt geht.“

Susanne Osthoff über ihre Familie:

„Natürlich kann ich mich angesichts meiner Situation nicht all zu sehr mit emotionalen Dingen abgeben. Sie haben es gut gemeint und das werde ich später klären. Sie haben mich jahrelang nicht gesehen und sind einfach froh, dass ich am Leben bin.“

Osthoff ergänzte, dass sie ihr Kind bis heute noch nicht wiedergesehen habe.

"ICH WAR EINE GEISEL BIN LADENS"
Zu ihren Entführern:

„Die Kidnapper haben die deutsche Bundeskanzlerin als Frau Merkel bezeichnet. Einer von Ihnen konnte Englisch. Sie trugen Anzüge und Krawatten. Ich wurde sogar an irakischen Polizeikontrollen vorbei entführt. Die Entführer wussten alles über mich. Sie nannten mich Miss Susanne. Jeden zweiten Tag wurde ich in ein anderes Versteck gebracht. Ich wurde beschuldigt eine jüdische Geheimdienstoffizierin zu sein.

Sie sagten, dass sie eine politische Gruppe seien und dass die deutsche Regierung den Kontakt mit der irakischen abbrechen sollte. Sie seien der Widerstand und von der Gruppe Al-Sakhawi. Eine streng fundamentalistisch orientierte Gruppe, deren Scheich Osama bin Laden sei.“

Osthoff habe ferner gehört, dass die Kidnapper humanitäre Zugeständnisse der deutschen Behörden gefordert hätten. Somitische Zivilisten sollten in Deutschland medizinisch behandelt werden. Ob das genau stimme, könne sie aber nicht sagen.

Sicher sei sie sich dagegen, dass sie nicht von ihrem Fahrer verraten worden sei. Er wurde selbst während Geiselhaft geschlagen. Über seinen Verbleib wisse sie nichts.

"Ich wollte Herrn Schröder danken"

Warum sie in ihrem deutschen TV-Interview verhüllt erschienen sei, begründete sie wie folgt:

„Ich wohnte bei einer privaten Familie, wo Frauen verschleiert sind. Ich bin kurz vor dem Interview in Hektik dann in diese Kleidung geschlüpft, damit wir überhaupt noch pünktlich in das Studio kommen konnten. Es sind dort überall Sicherheitssperren. Ich war selbst nicht begeistert darüber. Ich wollte aber in jedem Fall Herrn Schröder danken.“

(...) „Ich wusste ich würde sowieso völlig zerrissen, deshalb hatte ich auch nur vor, den Menschen zu würdigen, der mir von Deutschland aus am meisten geholfen hatte. Das war der Altbundeskanzler Schröder.“

Quelle: RTLaktuell.de
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BSM84
Brauereichef
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Anmeldungsdatum: 14.04.2005
Beiträge: 4083
Wohnort: Ludwigshafen am Rhein

BeitragVerfasst am: 10.01.2006 14:57    Titel: Susanne Osthoff, die Fremde Antworten mit Zitat

Zitat:


Politik > Deutschland



HANDELSBLATT, Dienstag, 10. Januar 2006, 09:45 Uhr


75-minütiges Interview


Susanne Osthoff, die Fremde


Von Sebastian Großert


Die deutsche Archäologin Susanne Osthoff, die sich 24 Tage lang in der Gewalt irakischer Kidnapper befand, hat erneut ein Fernsehinterview gegeben. Bei Reinhold Beckmann in der ARD bemühte sie sich, einiges geradezurücken. Sie trat unverschleiert auf, sprach verständlich - und untermauerte doch den Eindruck, den die Öffentlichkeit inzwischen von ihr hat.


Susanne Osthoff mit TV-Moderator Reinhold Beckmann. Foto: dpa

HB DÜSSELDORF. Osthoff war für das 75-minütige Interview, das am Montagabend ausgestrahlt und vorher aufgezeichnet worden war, das erste Mal wieder nach Deutschland gekommen. Zunächst schilderte sie noch einmal die Hintergründe ihres Projekts im Irak - den Wiederaufbau einer verfallenden Karawanserei in Mossul - und die Einzelheiten ihrer Gefangennahme. Beckmann kam kaum zu Wort, die Ex-Geisel sprach wieder ohne Punkt und Komma. Anders als bei Marietta Slomka mäanderten ihre Sätze jedoch nicht ins Endlose. Detailliert schilderte Osthoff die brutalen Details ihrer Gefangenschaft in abgelegenen Wüstenstationen, ihren Durst, den sie nur leidlich mit Tee stillen konnte, die Schmerzen, die sie durch die Behandlung durch die Kidnapper und die Plastikfesseln erlitt.

Spannend wurde es, als Beckmann konfrontativer auftrat. Da war die Frage nach der Verschleierung im ZDF-Interview, das im Al-Dschasira-Studio in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufgezeichnet worden war. Osthoff erklärte dies damit, dass sie von einem einheimischen Fahrer ins Studio gefahren worden sei und sich dafür gemäß der Landessitte verhüllt habe. Im Studio angekommen, sei keine Zeit gewesen, sich die Haare zu richten - also habe sie es vorgezogen, die Burka zu tragen. Dabei blieb Osthoff auch, als Beckmann ihr vorhielt, das ZDF stelle die Sache anders dar. Die Kritik an dem Auftritt nannte die Archäologin eine "nicht nachvollziehbare Hetzjagd".

Als Beckmann wissen wollte, ob es stimme, dass sie im Irak für den Bundesnachrichtendienst gearbeitet habe, dementierte Osthoff energisch: "Wenn ich für den BND gearbeitet hätte, hätte ich meine 540 Euro Miete in Glonn (ihrem Wohnort in Bayern) regelmäßig zahlen können. Wäre ich ein Informant gewesen, würde ich heute nicht mehr leben, dann hätten mich die Entführer umgebracht", sagte sie.

Was von dem Interview im Gedächtnis bleibt, ist der Eindruck, dass Susanne Osthoff eine Frau ist, die anders lebt, die anders fühlt und die auch nicht bereit ist, sich den gängigen Konventionen anzupassen. Die trotz der Todesangst, die sie ausstand und unter der sie nach eigenen Worten bis heute leidet, wieder im arabischen Raum leben möchte. Die ihre 12 Jahre alte Tochter bei Freunden aufwachsen lässt und auch jetzt keinen Grund sieht, das zu ändern. Susanne Osthoff ist die Fremde, die es in die Fremde zieht.
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