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Ein Bier braucht einfach Heimat - Schmucker-Verkauf:

 
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BSM84
Brauereichef
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Anmeldungsdatum: 14.04.2005
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Wohnort: Ludwigshafen am Rhein

BeitragVerfasst am: 14.01.2006 03:45    Titel: Ein Bier braucht einfach Heimat - Schmucker-Verkauf: Antworten mit Zitat

Zitat:


Ein Bier braucht einfach Heimat
Schmucker-Verkauf: Wirte und Getränkehändler hoffen, dass die emotionale Bindung zur Marke nicht verloren geht

ODENWALDKREIS. Gestern hat es Geschäftsführer Friedrich M. Lippman bestätigt – und gleichzeitig die Mossautaler für Dienstag um 14 Uhr zu einem Umtrunk auf den Brauereihof eingeladen: Bei Schmucker in Ober-Mossau hat künftig ein ganz Großer der Braubranche das Sagen. Die Odenwälder Privatbrauerei gehört dann zur Brau Holding International und wird wohl von Donaueschingen aus über Fürstenberg gesteuert.
Für die Odenwälder Wirte, die das Schmucker-Emblem am Haus haben, ist nun wichtig, dass bei der Bevölkerung wie den Gästen der Region die emotionale Bindung an die Marke erhalten bleibt. Dazu gehört in erster Linie, dass der Gerstensaft weiterhin im Mossautal gärt, denn „dort gibt es ein ganz tolles Wasser, das jeder Brauerei zur Ehre gereichen würde“, wie Armin Treusch vom Reichelsheimer „Schwanen“ als Sprecher der Odenwälder Wirte weiß. Emotion und Qualität seien eben Faktoren, die man nicht in Geld messen könne. Und wenn dann eventuell ein Geschäftsführer ohne Bezug zur Region das Sagen habe, könne diese Bindung an die Marke mit dem Dreispitz schnell schwinden.

Treuschs Kollege Thomas Löw, Wirt des Gasthauses „ Zum Löwen“ in Langenbrombach, weiß die Marke schon seit 225 Jahren im Haus. Denn seine Vorfahren waren bereits Wirte, als im Mossautal der erste Sud angesetzt wurde. „Für uns als Odenwald-Gasthaus muss die Biermarke Heimat transportieren“, so Löw. Er denke, dass Schmucker unter neuem Besitzer weiter in dieser Qualität brauen kann, wenn auch nicht mehr in der bisherigen Sortenvielfalt, die für Brauereien dieser Größenordnung ohnehin ungewöhnlich ist.

Hätte die Pfungstädter Brauerei den Zuschlag bekommen, wäre ihm eher bange gewesen, so der Langenbrombacher Wirt. Denn über kurz oder lang wäre dann nur eine Marke übrig geblieben. Und die hätte dann wieder Angriffsfläche für den Nächstgrößten geboten. Was die Biermarke ausmacht, haben die Inhaber von „Rosenwirts Scheune“ in Rothenberg erfahren müssen. Für die Verbundenheit ihres Mannes mit seiner früheren Heimat und der dortigen Marke Krombacher hätten die Odenwälder Gäste gar kein Verständnis gezeigt, so Karin Henke. Deshalb lief alsbald wieder Schmucker durch den Zapfhahn – clevererweise parallel zu Heidelberger Bier, das die zahlreichen Gäste vom Neckar bei der Stange hält.

„Sehr gelassen“ sieht der lokale Getränkehandel dem Besitzerwechsel im Mossautal entgegen, wie Gerhard Kauer (Getränke Mohr) in Erbach bestätigt. Sein Kollege Marcus Fornoff aus Langenbrombach (Die Kastenschlepper) stimmt ihm da nur zu. Beide können sich nicht vorstellen, dass die neuen Eigner den Vertrieb der Schmucker-Biere in alter Form aufrecht erhalten. Sie würden wohl verstärkt über die Händlerschiene ausliefern. Diese Erfahrung machten die Getränkeverlage auch nach 1991, als das Erbacher Brauhaus in der Binding-Gruppe (heute Radeberger) aufging.

Ohnehin sei der Getränkevertrieb „eine Wissenschaft für sich“, beschreibt Kauer das System. Schmucker liefere nur seine eigenen Produkte aus, Erfrischungsgetränke und auch der im Odenwald beliebte Apfelwein lade dagegen der Getränkehändler bei den Wirten ab. Freilich bringt auch der das Bier in Fässern, allerdings in der Regel nur zu jenen Gasthäusern, die ihre Ausstattung selbst finanziert haben und vertraglich nicht an die Brauerei gebunden sind.


Quelle: http://www.echo-online.de/kundenservice/a_detail.php3?id=344816
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