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Mindestlohn

 
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Währe ein Mindestlohn in Deutschland sinnvoll oder angebracht?
Ja
69%
 69%  [ 9 ]
Nein
30%
 30%  [ 4 ]
Stimmen insgesamt : 13

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BSM3632
Brauereichef
Brauereichef


Anmeldungsdatum: 06.11.2006
Beiträge: 4267
Wohnort: Zerf

BeitragVerfasst am: 08.11.2006 10:02    Titel: Mindestlohn Antworten mit Zitat

Mich würde mal eure Meinung zu dem Thema interessieren.

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Arbeitsmarkt
Mit Merkel kein Mindestlohn
Die Bundeskanzlerin will die Lohn-Diskussion mit SPD und Gewerkschaften "zu den Akten legen." Die Union ist gegen eine flächendeckende Regelung. Dagegen könne der Koalitionspartner nichts machen.

Klares Wort: Merkel auf dem Arbeitgebertag
Einen flächendeckenden Mindestlohn wird es nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der großen Koalition nicht geben. Eine solche Regelung könne nicht gegen den Willen eines Koalitionspartners eingeführt werden, sagte Merkel in Berlin beim Arbeitgebertag. Sie bezog sich damit auf den Widerstand der Union gegen einen flächendeckenden, einheitlichen Mindestlohn, wie er in den Reihen der SPD gefordert wird. Merkel unterstrich: „Deshalb können wir diese Diskussion jetzt auch zu den Akten legen, zumindest für diese Legislaturperiode.“

SPD und Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) hatten sich im September auf ein Konzept zum Mindestlohn verständigt. Demnach soll zunächst tariflichen Regelungen der Vorrang gegeben werden. In einer zweiten Stufe ist eine Ausweitung des Entsendegesetzes über die Branchen der Bauwirtschaft und der Gebäudereiniger hinaus vorgesehen. Sollten beide Verfahren nicht greifen, wollen SPD und Gewerkschaften einen gesetzlichen Mindestlohn durchsetzen. Die Sozialdemokraten wollten das Stufenmodell in die anstehenden Koalitionsgespräche über Reformen im Niedriglohnsektor einbringen. SPD-Chef Kurt Beck hatte aber bereits darauf hingewiesen, dass die SPD einen generellen Mindestlohn bei der Union nicht erzwingen könne.

Bislang gibt es Mindestlöhne nur im Baugewerbe, wo mit Hilfe des Entsendegesetzes tarifliche Vereinbarungen für allgemein verbindlich erklärt wurden. Dies soll unter anderem deutsche Firmen vor Billigkonkurrenz aus dem Ausland schützen. Bereits beschlossen wurde, dass dies künftig auch für Gebäudereiniger gelten soll.

WELT.de

Artikel erschienen am 07.11.2006

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BSM 4836
Brauereichef
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Anmeldungsdatum: 12.05.2006
Beiträge: 12850
Wohnort: Halle (Saale)

BeitragVerfasst am: 08.11.2006 10:14    Titel: (keine Überschrift) Antworten mit Zitat

Die Frage "sinnvoll oder angebracht" ist schlecht - besser ist "er muß" !
Damit Lohndumping und Ausbeutung abgeschafft werden bzw. nicht noch mehr ausgebaut werden und damit nicht noch mehr Jobs abgebaut werden und durch 1-Euro-Jobs oder Praktika ersetzt werden.
Aber weder mit der CDU noch der SPD ist dies durchsetzbar, da sie beide zu Arbeitgebernah sind. Ganz zu schweigen, daß eine große Koalition das durchsetzen wird.
Keine der Parteien hat eine Lösung für das Problem der Arbeitslosigkeit und die Freude über 180.000 Arbeitslose weniger ist doch nur Augenwischerei. Ich weiß nicht, wieviel Orte die BRD hat. Aber wenn ich diese Zahl durch die Anzahl der Orte teile, dann dürften nur ein paar Vermittlungen pro Ort übrig bleiben.

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BSM3632
Brauereichef
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Anmeldungsdatum: 06.11.2006
Beiträge: 4267
Wohnort: Zerf

BeitragVerfasst am: 08.11.2006 11:12    Titel: (keine Überschrift) Antworten mit Zitat

Klar, er "Muß" kommen. Ich habe während sechs Jahren Arbeit und leben in Luxenburg halt sehr gute Erfahrungen gemacht mit dem Thema Mindestlohn. Dort gilt er z.B. für alle Bereiche. Das heißt sowohl für die Arbeitslöhne als auch für Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Rente und Krankengeld. Arbeitslose müßen dort aber nach spätestens einer Woche für das Arbeitsamt arbeiten (denke mal vergleichbar mit unseren 1 Eurojobs) bekommen aber halt den gesetzlichen Mindestlohn und nicht ein Almosen. Der gestezliche Mindestlohn in Lux. liegt Momentan bei ca.1400 Euro. Über diese Höhe brauchen wir hier garnicht zu steriten Lux. hat halt ganz andere Möglichkeiten (Finanzielle) als wir. Aber man zeigt den Leuten doch damit was ihre Arbeit wert ist. Auch wird damit verhindert das Firmen die Leute zu Dumpinglöhnen einstellen und dann sagen "wenn's dir nicht passt, geh doch". Kenne leider auch so eine Firma. Und die Leute spuren schön brav, weil sie Angst um ihre Arbeitsstelle haben.

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Rechtschreibfehler schiebe ich wie der Vorstand aufs Bier ..... Wink
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ragazzi-rosso
Lagerarbeiter
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Anmeldungsdatum: 27.03.2007
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 28.03.2007 18:01    Titel: (keine Überschrift) Antworten mit Zitat

wenn es jemanden interessiert: www.mindestlohn.de
da kann man auch unterschreiben und sich ordentlich informieren
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hgk-1952
Brauereichef
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 21680
Wohnort: Brüggen

BeitragVerfasst am: 28.03.2007 18:18    Titel: (keine Überschrift) Antworten mit Zitat

Ist in 20 anderen europäischen Länder schon seit Jahren eingeführt.

Menschen die Geld in der Tasche haben können auch welches ausgeben.

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Durst wird durch Bier erst schön
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ragazzi-rosso
Lagerarbeiter
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Anmeldungsdatum: 27.03.2007
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 28.03.2007 18:24    Titel: (keine Überschrift) Antworten mit Zitat

richtig, das seh' ich genauso!! deshalb hab ich da auch längst unterschrieben...und man sieht es kommt Bewegung in die Geschichte da die Gewerkschaften immer weiter Druck machen...vor nem Jahr hat noch kaum einer über Mindestlohn gesprochen
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BSM 4836
Brauereichef
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Anmeldungsdatum: 12.05.2006
Beiträge: 12850
Wohnort: Halle (Saale)

BeitragVerfasst am: 28.03.2007 18:31    Titel: (keine Überschrift) Antworten mit Zitat

hgk-1952 hat Folgendes geschrieben:
. . . Menschen die Geld in der Tasche haben können auch welches ausgeben.

... und genau das kapiert der Staat nicht. Die Reichen, die übrig bleiben, kompensieren nicht den Konsum von Hunderttausenden bzw. 5 Millionen Menschen. Wenn das so bleibt, dreht sich die Schraube weiter abwärts (>>> immer weniger Konsum >>> immer mehr Jobs weg >>> usw.)

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BSM84
Brauereichef
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Anmeldungsdatum: 14.04.2005
Beiträge: 4085
Wohnort: Ludwigshafen am Rhein

BeitragVerfasst am: 28.03.2007 18:37    Titel: (keine Überschrift) Antworten mit Zitat

Klar für Mindestlöhne.
Ehrliche Arbeit muss sich lohnen und gerecht sein.
Sklavenarbeit ist in Deutschland ja abgeschafft.
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hgk-1952
Brauereichef
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 21680
Wohnort: Brüggen

BeitragVerfasst am: 28.03.2007 18:48    Titel: (keine Überschrift) Antworten mit Zitat

In der Union sitzen viele Firmenchefs.....
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NLG
Biersekten-Baron
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Anmeldungsdatum: 18.09.2005
Beiträge: 3340
Wohnort: Dresden

BeitragVerfasst am: 28.03.2007 19:24    Titel: (keine Überschrift) Antworten mit Zitat

man sollte das thema mindestlohn nicht so einseitig betrachten. klar ist es gut, wenn feststeht, dass jemand nicht weniger als x euro im monat verdienen darf.

aber was sind denn die möglichen konsequenzen? da redet keiner drüber.

beispiel 1) eine firma beschäftigt viele arbeitnehmer zu minilöhnen von bspw. 5 euro die stunde. jetzt wird ein mindestlohn eingeführt, der darüber liegt. gibt es 2 möglichkeiten - entweder produkte verteuern oder stellen abbauen bzw. im ernstfall firma schließen wegen unrentabilität

beispiel 2) viele kleinere unternehmer mit 2 bis 3 angestellten können sich keine "mindestlöhne" leisten. was wird die folge sein? die angestellten werden entlassen und man sattelt um auf 400-euro-jobber oder subunternehmer.

beispiel 3) firmen in grenznähe beschäftigen arbeitnehmer zu verhältnismäßig niedrigen löhnen. nun kommt ein mindestlohn. die firmen könnten ihren sitz um 50 bis 100km verlegen - weil im nachbarland gibts keinen mindestlohn.

beispiel 4) es gibt in deutschland viele beschäftigte im absoluten niedriglohnsektor, als da wären zum beispiel telefonistinnen und putzfrauen. wenn man nun einen mindestlohn einführt, sind diese kräfte zu teuer und man baut stellen ab.

beispiel 5) kleine firmen aus dem bauhaupt und baunebengewerbe beschäftigen viele handwerker zu niedrigen löhnen, weil sie sich nicht mehr leisten können. mehmen wir an, ein maurer hier im osten bekommt 1.000 netto raus. dafür arbeitet er arbeitsvertraglich 40 stunden die woche, realistisch aber 60 bis 80 durch die vielen unbezahlten überstunden. wird jetzt ein mindestlohn eingeführt, dann ist schwarzarbeit für den arbeitgeber wieder attraktiver. oder aber man zahlt die 1000 euro für 30 wochenstunden, um dem mindestlohn zu entsprechen und verlangt trotzdem bis zu 30 überstunden...

das sind mal ein paar negativbeispiele...

zudem müßten wieder neue kontrollmechanismen eingeführt werden, ergo neue öffentliche stellen geschaffen werden, welche geld kosten, aber keinerlei produktivität bringen. von den kosten bis zum fertigen gesetz mal ganz zu schweigen.

ich finde, gesetzlich festgelegte mindestlöhne sind ein schritt in die falsche richtung. es gibt doch schon gewerkschaften und jedes jahr streiks ohne ende - dort kümmert man sich doch schon um löhne...

der arbeitsmarkt ist ein markt wie jeder andere - er setzt sich aus angebot und nachfrage zusammen. wenn es die nachfrage nach billigen arbeitskräften gibt und auf der anderen seite auch ein angebot, dann sehe ich keinen grund, dort einzugreifen.

zuguterletzt wissen wir doch alle, dass es in deutschland keine gesetze ohne ausnahmen gibt (vgl. nichtraucherschutz). allein diese tatsache macht jedes weitere gesetz in diesem sektor überflüssig.

ich kann dem ganzen nix ab. schon alleine weil mir die preissteigerungen der letzten 5 jahre echt genug sind. die einführung von mindestlöhnen, dazu die erhöhung der renten- und krankenversicherung in nächster zeit gepaart mit den steigenden energie- und rohstoffpreisen führen doch zu guterletzt nur zu noch höheren preisen. die mehrwertsteuererhöhung war dagegen ein witz...

der arbeitsmarkt gehört nicht noch mehr sanktioniert und festgeschrieben, sondern dereguliert, damit man sich endlich wieder in eine richtung bewegen kann, statt immer nur auf der stelle rumzutrampeln...

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