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(06.06.07) „New York Times“ und das Kölsch

 
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BSM3632
Brauereichef
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Anmeldungsdatum: 06.11.2006
Beiträge: 4267
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BeitragVerfasst am: 06.06.2007 08:06    Titel: (06.06.07) „New York Times“ und das Kölsch Antworten mit Zitat

Zitat:


„New York Times“ und das Kölsch

VON BEATRIX LAMPE

In seiner Ode an das Kölsch lobt der Autor das Getränk über alle Maßen.

In Kölner Kneipen und Brauhäusern wurden bereits Amerikaner mit der Zeitung unterm Arm gesichtet.

Deutsches Bier - da kriegen viele US-Amerikaner leuchtende Augen. Mit einer Reportage über Biere, die selbst im Bierland Deutschland etwas besonders sind, hat ein Journalist der New York Times jetzt seine Landsleute begeistert. Der unterhaltsame Trink-Bericht gehörte auf der Internet-Seite der New York Times wochenlang zu den meistgelesenen Geschichten. Kölsch spielt darin eine herausragende Rolle - nicht zuletzt dank einer charmanten Kölner Studentin namens Mira.

Die genießerische Werbung für das lokale Kölner Bier beginnt der Autor Evan Rail mit dem Hinweis, dies sei ein leichtes, fruchtiges, helles Obergäriges, das zu den wenigen Bieren mit einer geschützten Herkunftsbestimmung zähle, „als wäre es ein Wein“, wie Rail ehrfürchtig bemerkt. Seine Hochachtung vor dem Kölsch-Genuss lässt der New Yorker schon beim ersten Schluck erkennen: Ein Kölsch zu trinken sei mehr als nur Biertrinken, eher wie „das Trinken einer ganzen Kultur“.

Aus dem Brauhaus Päffgen, „einer traditionellen Holz-auf-noch-mehr-Holz-Kneipe“, berichtet der Test-Trinker, dass Kölsch nur in Köln gebraut werden dürfe, erzählt von den typischen zylindrischen Gläsern und von den als scharfzüngig bekannten Köbessen, die ihm allerdings umstandslos das erste Kölsch gebracht hätten. Rail beschreibt die Köbes-Tracht, den Kölsch-Kranz und natürlich sein erstes Kölsch. Inmitten der „Überschwemmung von Pilsener und Industrie-Bieren“ sei Kölsch etwas Spezielles: In der Farbe einem Pilsener vergleichbar, aber von weniger bitterem Geschmack, mit einer netten Gras-Note im Mund und einer delikaten Fruchtigkeit im Abgang. Wie ein Wein eben.

Die traditionelle Ruppigkeit der Köbesse, die ihn schon beim zweiten Bier geduzt hätten, befremdet Rail ein wenig - und auch das sehr traditionelle Dekor im Päffgen, bei Früh oder in der Schreckenskammer, dem Kölsch-Test-Ort, wo die Gäste „einen Altersdurchschnitt von grob gesagt 73 einhalb“ gehabt hätten.

Des Testers Frage, wo denn die nicht pensionsberechtigten Kölner ihr Bier tränken, beantwortete ihm Mira, eine Studentin, die dem hilflos mit dem Stadtplan hantierenden Touristen den Weg zum Schokomuseum wies. Mira erwies sich im Gespräch als Biertrinkerin und bot sich zudem an, den Autoren zu einer Biertour mit ihren Freundinnen mitzunehmen. Die begann in der coolen Scheinbar, wo zwischen Cocktailfreunden auch die jungen Bierliebhaber die unverwechselbare Kölschstange hielten, und endete im Päff, das der Amerikaner als strammvollen Club mit lauter Hip-Hop-Musik und einer Masse feierfreudigen, kölschtrinkenden Besuchern schildert.

Weder aus Berlin noch aus Leipzig oder Bamberg, wo der New Yorker gleichfalls ortstypische Biere getestet hat, brachte Evan Rail seinen Landsleuten so viele Bier-Adressen mit wie aus Köln - Mira sei Dank. Nur bei Übernachtungsmöglichkeiten für Kölschtrinker hat der Amerikaner sich weniger emphatisch geäußert: Das Station Hostel habe klumpige Matratzen, dafür sei es aber zentral gelegen und biete freien Internet-Anschluss.

Den Bier-Reisetipp ihrer Zeitung haben die ersten durstigen Leser offenbar schon umgesetzt: In der „Schreckenskammer“ sind nach dem Bericht schon Amerikaner aufgetaucht, die mit der Zeitung in der Hand auf Rails Kölschspuren wandelten. Und trinkend vielleicht den Altersdurchschnitt überprüfen wollten.

Kölner Stadtanzeiger 05.06.07, 21:07h
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galaxius222
Brauerei-Manager
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Anmeldungsdatum: 08.05.2007
Beiträge: 758
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 06.06.2007 09:12    Titel: (keine Überschrift) Antworten mit Zitat

Da hamwers mal wieder. Ein Ami hat das Bier gelobt, das der Brühe, die er von zu Hause kennt, am ähnlichsten schmeckt.
Das wundert mich nicht die Bohne. Das Zeug, was in Köln übern Tresen geht, is schon was besonderes. Es steht schneller ab, als es gezapft wird.
Deswegen gibt es das Zeug ja auch nur in kleinen Gläsern, die gerade Wände haben, damit wenigstens zu Anfang Schaum im Glas ist.
Hätte der Autor sich wirkliche Mühe gemacht, dem deutschen Bier auf den Grund zu gehen, wäre er an Bayern gar nicht vorbei gekommen.
In keinem anderen Bundesland gibt es so viele Brauereien, wie in Bayern.
Außerdem ist in Weihenstefan die einzige Bieruniversität der Welt beheimatet. Da hätte er mal verschiedene Biere kennen gelernt. Und seinen Landsleuten berichten können, dass es in Deutschland mehr als nur eine Biersorte gibt.

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